Sophie Jordan – Firelight


FirelightFirelight (Firelight #1)Titel: Firelight
Autorin: Sophie Jordan
Reihe: Firelight #1
Verlag: HarperCollins
Seiten: 352
Extras: Leseprobe Band #2
ISBN: 978-0061935091

2 Punkte

Jacinda ist eine Draki – eine Art Mischform aus Drache und Mensch. Sie wächst in der Abgeschiedenheit unter Ihresgleichen auf. Dass sie plötzlich an einer normalen Highschool zurechtkommen muss, ist nicht alles, nein, sie verliebt sich auch noch in einen dort zufällig ebenfalls wohnenden Draki-Jäger.

Ab hier gibt’s jetzt leichte Spoiler!!

„A hunter in love with his prey.“ (S. 258)

Klingelt da ein leises Glöckchen? Oder gar ein ganze Lion-Lamb-Turmgeläut? Ja, richtig.

Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, JE-Bücher nicht mit Twilight zu vergleichen. Nicht weil ich Twilight als literarischen Maßstab betrachte, sondern einfach, weil das Genre gewisse Klischees ja nun mal mit sich bringt. Hier ist die Vorlage allerdings unübersehbar. Dialogproben gefällig?

„And what will most anyone tell me about you? Are you a good guy?“ – „No. I’m not.“ (S. 63f)

(Uuuuuuuuuuh!)

„I guess you should stay away from me, too. That’s what I should be telling you.“ (S. 128)

usw.

Das ganze Buch wirkt, als sei es nach Rezept geschrieben. Ein übernatürliches Geheimnis, eine ach so unwiderstehliche (weil unmögliche) Liebe, tödliche Gefahr (bei der natürlich nichts passiert), ein bisschen Stalking (Mädchen mögen das) und eine Prise extremes Wetter für die Atmosphäre. Nicht zu vergessen das sich fett andeutende Love Triangle. Oder Quadruple oder was auch immer.

Charaktere? Nun ja, das läuft hauptsächlich über die Haar- und Augenfarbe. Und das Attribut „beautiful“. Oh, dann noch: „He’s good. Protective.“ Nice one, never heard that before.

Liebe? Beruht in erster Linie auf schon erwähntem „beautiful“ und aufgestellten Nackenhaaren, sobald der Held in einen Radius von sagen wir 50 Metern kommt. Also wieder eins von den Büchern, das ich meine Teenager-Tochter nur lesen lassen würde, wenn sie zustimmt, sich von mir danach einen mindestens halbstündigen Vortrag anzuhören, über Beziehung, verliebt-sein und das alles. (Ein Glück für meine Teenager-Tochter, dass sie nicht existiert.)

Zufälle? Etwas zu viele. Nein wirklich. Es gibt keinen verborgenen Grund, warum es Jacinda ausgerechnet in das Städtchen verschlägt, wo der eine Jäger wohnt, den sie schon persönlich getroffen hat. Man muss sich hier mit „Schicksal“ zufrieden geben.
Und Male #2, der plötzlich auftaucht: „How did you find us?“ – „Did you think I wouldn’t?“ Nice move! Erklären kann man das nämlich nicht.

Das Ende war der Hammer. Jacinda verwandelt sich aus ihrer Draki-Form in einen Menschen, erwähnt noch, dass sie dummerweise keine Kleider hat und dann: plaudert sie mit den anderen, steigt ins Auto ein, setzt sich noch nach vorne, als wäre nichts, schon gar nicht sie völlig nackt in Gegenwart von gewissen z.T. männlichen Personen. Bin ich die einzige, die solche Klöpse echt nerven? Echt, ey, mir war es in dem Moment total egal, wo die Reise mit dem Auto hingeht, ich hab mich die ganze Zeit nur gefragt, ob ich vielleicht überlesen habe, dass sie sich in irgendeine Decke einwickelt. (Hab ich nicht, ich hab’s überprüft.)

Fazit: Flach. Vorhersehbar. Warum zwei Punkte und nicht nur einen? Weil es recht unterhaltsam war und die Draki-Idee ja nicht schlecht ist. Aaach, vielleicht doch nur 1 1/2.

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