Josephine Angelini – Starcrossed


StarcrossedStarcrossed (Starcrossed, #1)Titel: Starcrossed
Autorin: Josephine Angelini
Reihe: Starcrossed #1
deutscher Titel: Göttlich verdammt
Verlag: Pan Macmillan
Seiten: 514
ISBN: 978-0330529730

4 Punkte

Helens neue Mitschüler machen sie seltsam aggressiv – so sehr, dass sie bei der ersten Begegnung versucht, Lukas Delos den Hals umzudrehen. Nicht nur metaphorisch. Wirklich. Sie können weder mit noch ohne einander, und als Helen feststellen muss, dass an der griechischen Mythologie mehr dran ist als sie dachte, wird ihr Leben so richtig kompliziert. Nun müssen Lukas und sie versuchen, den Schicksalsgöttinnen ein Schnippchen zu schlagen.

Nach dem Desaster mit Firelight war dieses Buch eine frische Brise – ein durchdachtes Konzept, Charaktere mit Fleisch an den Knochen und eine Liebesgeschichte, die Zeit hat, sich zu entwickeln. Die beiden dürfen zusammenwachsen, viel lachen, sie TUN Dinge gemeinsam, statt die ganze Zeit nur zu reden und sich in die Augen zu starren, ihre gegenseitige Anziehung beruht auf mehr als nur sexueller Spannung – danke schon mal dafür!

Natürlich kann man auch hier herumkritteln, dass das Buch einer gewissen Fantasy-JE-Reihe ähnelt. Aber das ist auch schon der größte Fehler. Und vermutlich einfach mal genrebedingt.

Auch gab es wohl im Netz Stimmen, die rumgeheult haben, dass die griechische Mythologie nicht korrekt genug dargestellt ist. Die Moiren sind erst posthomerisch sicher belegt, blablabla, get over it, people! Wenn ich mich jedesmal aufregen würde, wenn ich irgendwo DIE Sphinx lese … wie jetzt, ich reg mich jedesmal auf? Ja, aber hallo, der hat einen Bart, einen BART!! Merken, bitte: griechische Sphinx – weiblich, ägyptischer Sphinx – männlich. (B A R T)

Okay, zurück zum Thema. Also, wer mit so was nicht umgehen kann, der darf eben nur Sachbücher zum Thema lesen. Und ich finde es gar nicht mal schlecht gemacht. Am Anfang kommt irgendwann die Alibi-Erklärung „Die Normalsterblichen haben das eh nicht richtig auf die Reihe gekriegt“ und jegliche Kritik an der mythologischen Authentizität (?!) kann einpacken.

Zur Story: Man merkt, dass der Inhalt der Reihe von Anfang an durchgeplant ist. Er ist – von der Liebesgeschichte mal abgesehen – nicht allzu vorhersehbar und mit genug losen Enden für die nächsten Bände.

Ich mochte, wie man erst nach und nach erzählt bekommt, was denn nun so besonders an Helen ist (zum Beispiel wieso die Leute sie anstarren). Es hat mich neugierig gemacht. Ich wusste erst gar nicht, was jemand wie Claire (die beste Freundin) wohl an Helen finden sollte. Noch etwas, das mir positiv aufgefallen ist: oftmals werden Protagonisten ja für den Anfang der Story „verpflanzt“, damit man mit ihnen gemeinsam in eine neue Situation hineinkommen kann. Hier nicht. Helen hat Freunde, Familie, sie hat eine Umgebung, und so muss eben Lukas umziehen 😛

Was mir weniger gefallen hat, waren die plötzlichen Perspektivwechsel. Der überwiegende Teil der Geschichte ist mit Blick auf Helen erzählt. Ab und zu kommen dann kurze Stücke, die andere Figuren in den Mittelpunkt stellen, aber eben unregelmäßig, und nicht oft. Das wirkt schriftstellerisch unbeholfen auf mich, so interessant es auch ist, mal zur Abwechslung Lukas zu folgen.

Alles in allem eins von den besseren JE-Büchern. Spannend und unterhaltsam. Leicht zu lesen, aber nicht zu platt. Nächster Band, please.

p.s.: Das Cover fühlt sich krass an, irgendwie wie Gummi, obwohl es ein Taschenbuch ist. Cool.

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