Tahereh Mafi – Ich fürchte mich nicht


Shatter MeIch fürchte mich nicht (Shatter Me, #1)Titel: Ich fürchte mich nicht
Autorin: Tahereh Mafi
Originaltitel: Shatter me
Reihe: Shatter me #1
Verlag: Goldmann
Seiten: 320
ISBN: 9783442313013

2 Punkte
Leseprobe auf deutsch

Juliette ist eine Unberührbare, im wörtlichen Sinne. Seit ihrer frühen Kindheit ist ihre Berührung schmerzlich bis tödlich, was sie immer schon zur Außenseiterin machte. Nach einiger Zeit in Gefangenschaft versucht schließlich einer der größenwahnsinnigen Machthaber ihrer Heimat, sie für seine politischen Ziele einzuspannen. In dieser zerbrechlichen Freiheit begegnet Juliette natürlich auch jemandem, von dem sie nur zu gerne berührt werden würde …

Diesmal mit ein paar Spoilern.

Beim Lesen klingelten immer wieder Glöckchen in meinem Kopf. Die Story kam mir irgendwie bekannt vor. Aber es brauchte das Ende, um mich wie mit der Nase voran ein letztes Mal reinzustoßen.

X-Men!!

Nur eben ohne die coolen Elemente, Wolverine, Professor X und so.

Und die Story ist nicht mal halb so plausibel. Warum jemand mit einigen Folterkellern um jeden Preis Juliette an seiner Seite braucht, hat sich mir bis zum Ende nicht wirklich erschlossen. Die ganze Geschichte wirkt arg um die irgendwie unmögliche Romanze herum konstruiert, hat also kaum Substanz. Dass Juliette von einigen Personen plötzlich doch berührbar ist, war mir dann echt zuviel des Guten.

So albern und überflüssig ich das Buch letzten Endes fand, kann ich doch irgendwie verstehen, wieso es verlegt wurde. Der Schreibstil ist interessant. Die Idee, mit durchgestrichenen Wörtern und Sätzen zu arbeiten, ist zwar nicht neu, Tahereh Mafi setzt sie aber gut ein. Die durchgestrichenen Teile sind Gedanken, die Juliette sich selbst nicht gestattet, die sie unterdrückt. Gerade, wo das anfängt, nervig zu werden, nimmt es ab. Wohlwollend kann man das als Zunahme von Juliettes Selbstvertrauen deuten. Abgesehen davon hat mich aber die Blumigkeit der Sprache beeindruckt. Alles ist bildgewaltig, reich und geschmückt beschrieben. Juliette hat keine schnöden Klöße oder Frösche im Hals, sondern Wattebällchen. Manchmal ist es ein bisschen toooooo much, aber alles in allem interessant.

Das ist nur leider nicht genug. Rogue gibt’s halt schon in cool.

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